Österreichischer Manövriermarsch mit dem Kärntner Trommlerkorps

In unserer Mittwochsprobe konnten wir diesmal viele alte Freunde begrüssen, denn das Kärntner Trommlerkorps aus Österreich war auch dabei. Die beiden Vereine pflegen eine besondere Beziehung. Diese startete 2013 mit einer Auslandsreise der Lenzburger, mit dem Ziel, an die Wiesn in St. Veit zu gehen und dort aufzutreten. Im Rahmen des Jungtambourenfest 2017 in Lenzburg waren es die Kärntner, welche als Spezialgast den Weg in die Schweiz fanden. Höchste Zeit also, wieder zusammen zu musizieren. Unter dem Motto „Sharing Tradition“ spielten wir traditionelle Schweizer sowie Österreichische Märsche. Unter der Leitung von unserem Sektionsleiter Sascha Holliger trommelten wir den traditionellen „Zapfenstreich“, das österreichische Pendant Thomas Jaschinski lehrte uns den „Manövriermarsch“. Dieser wird in Österreich zwischen den Märschen oder jeweils vor dem Marsch gespielt, sozusagen als Zeitüberbrückung. Oft wird dabei ein Presswirbel verwendet, welcher in der Schweizer Trommelszene heute so nicht vorkommt. Die Erklärung dafür war typisch österreichisch: Man solle nur diese gewisse Zeit wirbeln, das sei nicht mit Schweizer Genauigkeit definiert, sondern eher mit Österreichischer Schludrigkeit geschrieben. Ähnlich wie in der Wiener Oper oder dem berühmten Walzer hersche Interpretationsspielraum. Vorallem die Jungtambourenklassen 6 & 7, welche das erste Mal mit dem Aktiven Verein trommeln durften, wunderten sich über diese Aussagen. Denn ihre Jungtambourenleiter sagen doch immer, sie sollen Präzise trommeln. Im Anschluss kam auch das gesellige Zusammensein sowie der Austausch der beiden Trommlerszenen nicht zu kurz. Pläne für ein erneutes Treffen seien scheinbar schon in der Pipeline…